Hannover-Zeitung - DIE LINKE im Rat fordert die Stadt auf, die freiberuflichen Lehrkräfte an Grundschulen, die nachmittags den Kindern bei den Hausaufgaben helfen, fest anzustellen. Die Stadt soll den Trägern so viel Geld geben, damit diese vernünftige Dauerarbeitsverträge vergeben können, fordert die Linksfraktion. Laut einer Anweisung der Stadt sollen die Fachkräfte nach einem Jahr die Schule wechseln, damit kein gesetzlicher Anspruch auf eine Festanstallung besteht.
„Mit dieser Trickserei zu Lasten der Arbeitnehmer und Kinder wird eine vernünftige gesetzliche Regelung bewusst ausgehebelt“, sagt Gunda Pollok-Jabbi, schulpolitische Sprecherin der Linksfraktion. „Es kann nicht sein, dass sich die Stadt am Lohndumping mit unsicheren McJobs auf Kosten der Beschäftigten und der Kinder beteiligt.“ Pollok-Jabbi erinnert die Stadt daran, dass auch Lehrkräfte eine Lebensplanung machen wollen, was mit unsicheren und prekären Arbeitsverhältnissen nicht möglich ist. Das Nachsehen durch die permanent wechselnden Lehrkräfte haben auch die Kinder, die sich immer wieder an neue Bezugspersonen gewöhnen müssen.
(wts)