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Spielsucht darf nicht zum Geschäft werden

Die Landtagsgrünen finden die Teilliberalisierung im Glücksspielrecht falsch. "Wir brauchen keine Liberalisierung bei den Sportwetten, sondern vielmehr eine klare rechtssichere Regulierung", sagte der innenpolitische Sprecher Ralf Briese am Mittwoch in Hannover.

Der Öffnung des Glücksspieles im Bereich der Sportwetten erteilte der Grünen-Politiker eine klare Absage. Von diesem "milliardenschweren Markt" würden lediglich private Wettanbieter und Profisportvereine profitieren. Illegale Angebote im Internet würden durch ein Konzessionsmodell zudem nicht verhindert werden. Durch die heute beschlossene Öffnung im Glücksspielrecht wird auch das Lottomonopol unter Druck geraten.

"Labile Menschen mit Suchttendenzen verlieren durch den heutigen Beschluss", sagte der Grünen-Politiker.

Besonders notwendig sei außerdem eine schärfere Regulierung des Automatenspiels. "Die Zahl von über 500.000 Spielabhängigen an den Geldverspielgeräten muss alarmieren", sagte der Grünen-Politiker. Allein in Niedersachsen seien in den letzten Jahren die Umsätze in Spielhallen um fast 50 Prozent gestiegen. Briese: "Das fragwürdige Automatenspiel muss endlich eingedämmt werden, sonst stürzt das gesamte staatliche Glücksspielmonopol."

Briese: "Vorsicht vor diesem Gewerbe. Der Glücksspiellobby ist nicht zu trauen. Die Automatenwirtschaft spendet Millionenbeträge an Parteien und die Sportwettenindustrie lädt Minister zum Dinner nach Sylt."

Bündnis90/DIE GRÜNEN

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