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Niedriglohn ist weiblich - Frauen in Niedersachsen massiv unterbezahlt

Hannover - Frauen haben es in Niedersachsen schwerer als in anderen Bundesländern, anständig und fair bezahlt zu werden, kritisieren die Grünen im Landtag anlässlich des Equal Pay Day. "In Niedersachsen ist der Niedriglohn weiblich", sagte die frauenpolitische Sprecherin Elke Twesten Donnerstag in Hannover anlässlich des Equal Pay Day. "Frauen werden hierzulande massiv unterbezahlt, sie sitzen überproportional in der Teilzeitfalle, weisen eine unterdurchschnittliche Beschäftigungsquote auf und haben die schlechtesten Möglichkeiten, ihre Kinder betreuen zu lassen".

Im Schnitt verdienen laut aktuellem Gleichstellungsatlas der Bundesregierung Männer in Niedersachsen 26 Prozent mehr als Frauen, bundesweit beträgt der Unterschied 23 Prozent. Deutschland belegt damit EU-weit den fünftletzten Platz, in der EU verdienen Frauen im Durchschnitt nur 18 Prozent weniger als Männer. "Statt das Problem zu erkennen und zu handeln, wiegelt die Landesregierung ab", sagte Twesten. In der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Politikerin heißt es, die Unterschiede in Niedersachsen "ähnelten" der Entgeltungleichheit in der EU. "Das ist Schönfärberei und blanke Ignoranz gegenüber den Arbeits- und Lebensrealitäten der Frauen in Niedersachsen", so Twesten.

Eine Gleichbehandlung kann nur über vier Schritte erreicht werden: 1. Frauen in Führungspositionen zu bringen, 2. typische Frauenberufe wie Pädagoginnen fair zu entlohnen, 3. den Niedriglohnsektor auszutrocknen, und 4. endlich ausreichend Betreuungsplätze für Kinder zur Verfügung zu stellen. Twesten: "Niedersachsen kann sich seinen Dornröschenschlaf nicht länger leisten."

Bündnis90/DIE GRÜNEN

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