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NRW und Nokia einigen sich auf einen Millionen Pakt
 
Nokia
Nach der Schließung des Bochumer Nokia-Werks haben sich das Land Nordrhein-Westfalen und der finnische Handykonzern auf einen millionenschweren Pakt zur Wirtschaftsförderung in der Region verständigt. Nokia und das Land legen ein Förderprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 60 Millionen Euro auf, wie Landeswirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) erklärte. Der Handy-Weltmarktführer unterstützt das Programm "Wachstum für Bochum" mit 20 Millionen Euro sowie den Nettoerlösen aus dem Verkauf seines Bochumer Werksgeländes, weitere 20 Millionen Euro steuert das Land bei.

Mit der Einigung erklärten Nokia und Landesregierung ihre Auseinandersetzung um die 60-Millionen-Euro-Rückforderung von Subventionen für beendet. Nokia hatte im Januar überraschend angekündigt, sein Bochumer Werk mit 2300 Beschäftigten zur Jahresmitte dicht zu machen und die Produktion nach Rumänien zu verlagern. Das Land NRW machte daraufhin die Rückzahlung der Subventionen geltend.

Mit dem Geld aus dem gemeinsamen Programm von Nokia, Land und Stadt Bochum wird nun unter anderem ein Gründerzentrum in der Ruhrgebietsstadt errichtet. Damit sollen die Gründung und Weiterentwicklung von Unternehmen gefördert werden, die hochwertige Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen. Das Nokia-Werksgelände in Bochum soll an einen Käufer oder Investor verkauft werden, der sich zur Schaffung von Arbeitsplätzen auf dem Areal verpflichtet. Weiterer Bestandteil des Förderprogramms ist eine international ausgerichtete Kampagne mit dem Ziel, geeignete Investoren für Bochum und die Region zu gewinnen. Ferner soll ein Lehrstuhl an der Bochumer Ruhruniversität eingerichtet werden, um die kommerzielle Nutzung wissenschaftlicher Forschung voranzutreiben.

NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) begrüßte die Einigung. "Das Verhandlungsergebnis muss jetzt von allen Partnern so umgesetzt werden, dass zukunftsweisende Projekte entstehen", erklärte Rüttgers. Nokia-Finanzvorstand Rick Simson betonte, alle Beteiligten seien sich darin einig, dass das Programm "wichtige Impulse für die nachhaltige Schaffung von Arbeitsplätzen in Bochum und der Region setzen" werde.

Thoben hob das Interesse der Landesregierung hervor, "die Weichen für eine zukunftsorientierte Lösung für Bochum zu stellen". "Nokia hat diese gemeinsame Lösung möglich gemacht, und wir sind dem Unternehmen dankbar dafür." Anfang April hatten sich der Handybauer und der Betriebsrat bereits auf einen 200 Millionen Euro schweren Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter geeinigt.

© AFP

Schlüsselworte : Bochum, Nokia, NRW, Rumäninen, Subvention,

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