Der Trend zu den Netbooks geht auf den taiwanischen Hersteller Asus zurück, der seinen Eee-PC im März auf der Computermesse Cebit präsentiert hatte. Mit den neuen Geräten endete auch ein Trend der vergangenen Jahre: Laptops waren zuletzt aufgrund immer besserer Bildschirme immer größer und schwerer geworden - und dadurch weniger mobil. Die neue Geräteklasse der Netbooks setzt genau auf das Gegenteil: Die Mini-Notebooks sind von der Ausstattung zwar abgespeckt - sie haben kein DVD- oder CD-Laufwerk - wiegen dafür aber auch nur noch rund ein Kilo und sind meist kleiner als ein DIN-A4-Blatt.
Ein weiterer Vorteil der Netbooks ist ihr Preis. Sie sind meist billiger als klassische Laptops. Das Aldi-Netbook kostete rund 400 Euro und war damit noch 100 Euro teurer als der ursprüngliche Eee-PC von Asus. Die ersten Lieferungen solcher Rechner nach Deutschland waren deshalb in Windeseile ausverkauft gewesen.
MSI, der Hersteller des Aldi-Netbooks, kommt mit seinem neuen Mini-Laptop selber im August auf den Markt. Auch dann dürften die Geräte schnell ausverkauft sein, denn der Chiphersteller Intel, der für die neue Geräteklasse eigens einen neuen Prozessor entwickelt hat, hat derzeit Lieferprobleme.
Für Verbraucher lohnt es sich, mit dem Kauf noch etwas zu warten: Im Herbst kommt eine Reihe neuer Geräte auf den Markt. Die seien dann zwar vermutlich nicht billiger, aber hätten unter Umständen eine bessere Ausstattung, sagte Wirtgen.
Computerkäufer sollten sich genau überlegen, ob ein Netbook ihren Ansprüchen genügt: Wer im Netz surft, auf dem Rechner schreibt, Musik hören und ab und zu Filme ansehen will, kommt damit gut aus. Computerspiele überfordern die kleinen Rechner hingegen schnell.
















