Wer mit den öffentlich zugänglichen Passwörtern in die Computer vordrang, konnte "Report München" zufolge dort auch Passfotos der abgefragten Personen downloaden. Laut dem Bericht lässt sich Experten zufolge nicht abschätzen, in welchem Umfang sich Unberechtigte in den vergangenen Jahren Zugang zu den Einwohnermelderechnern verschafft haben. Nach Einschätzung von Fachleuten des Bayerischen Landeskriminalamtes könnten sich kriminelle Passfälscher ebenso wie Terroristen in solch offen zugänglichen Dateien bedienen, um sich zur Tarnung die Identitäten unbescholtener Bürger zuzulegen.
Die betroffene Softwarefirma betreut laut dem TV-Bericht bundesweit 200 Kommunen. Die Passwörter wurden erst vergangenen Freitag geändert, nachdem die recherchierenden Journalisten die Lieferfirma mit dem Sachverhalt konfrontiert hatten. Wie die "FR" berichtet, sollen die Zugriffe auf Daten in Potsdam, Neuhardenberg und Henningsdorf protokolliert worden sein. Die Daten dieser Städte waren demnach wegen des Fehlers "monatelang" im Internet zugänglich. Einsehbar waren nach Informationen der Zeitung auch Daten von 15 anderen Kommunen, darunter Rathenow, Plauen und Velbert.

















