Steinmeier reklamierte für die SPD, in nunmehr zehnjähriger Regierungsverantwortung im Bund für den Abbau der Arbeitslosigkeit gesorgt zu haben. Ausdrücklich verteidigte er trotz Unruhe im Saal die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre, kritisierte aber auch den Widerstand der Union gegen das Altersteilzeitmodell der SPD und gegen Mindestlöhne. Steinmeier sagte mit Blick auf die Linkspartei, "Frust" sei deren Lebenselexier. "Das ist ein Rezept zur Spaltung der Gesellschaft", mahnte er.
Steinmeier, der als Chef der niedersächsischen Staatskanzlei Anfang der 90er Jahre unter dem damaligen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder seine politische Karriere begonnen hatte, wurde von den Delegierten mit stehenden Ovationen gefeiert. Zu Beginn des Treffens hatte Hannovers Regionspräsident Hauke Jagau (SPD) in einem Grußwort unter Beifall dazu aufgerufen, "dafür so sorgen, dass Frank-Walter Steinmeier unser Kanzlerkandidat wird".

















