Die Gehälter der 115 Ericsson-Mitarbeiterinnen wurden um monatlich zwischen 400 und 4000 Kronen (43 bis 430 Euro) erhöht, wie die Zeitung "Blekinge Laens Tidning" berichete. Ein Viertel der 17.000 Ericsson-Mitarbeiter sind weiblich. Ein schwedisches Gesetz aus dem Jahr 2001 verpflichtet Unternehmen, die Gehaltslisten der Mitarbeiter zur Prüfung beim Ombudsman vorzulegen. Jacobson sagte, von den rund 1200 in diesem Jahr überprüften Firmen habe knapp die Hälfte Gehälter anpassen müssen. Etwa 4800 Arbeitnehmer hätten so eine Gehaltserhöhung bekommen, darunter auch einige Männer. In 90 Prozent der Fälle seien es jedoch Frauen, die diskriminiert würden.
Nach EU-Angaben sind die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern in Europa noch immer beträchtlich. Durchschnittlich verdienten Frauen in der Europäischen Union 15 Prozent weniger als Männer. In Deutschland liegt der durchschnittliche Stundenlohn von Frauen sogar um rund 22 Prozent unter dem ihrer männlichen Kollegen.
















