Der Amoklauf ereignete sich im In-Viertel Akihabara im Nordosten der japanischen Hauptstadt. Auf einer Website findet sich ein anonymer Eintrag vom 27. Mai mit der Überschrift "Ein Desaster in Akihabara", in dem von einem Zwischenfall am "5. Juni oder etwas später" die Rede ist. Der Autoarbeiter steuerte am Sonntag in der Nähe des Bahnhofs von Akihabara einen gemieteten Lastwagen in eine Fußgängermenge, sprang dann heraus und stach wahllos auf Passanten ein. Es gab 17 Verletzte, von denen sieben starben.
Die Ersatzteilfirma in der Präfektur Shizuoka, wo der junge Mann als Zeitarbeiter beschäftigt war, teilte mit, er habe dort bis zum 4. Juni gearbeitet und sei dann ohne Angaben von Gründen nicht mehr mehr erschienen. Nach Angaben der Firma Kanto Auto Works legte er eine "sehr gute Haltung gegenüber seiner Arbeit" an den Tag und verursachte "keinerlei Probleme". Im rund hundert Kilometer von Tokio entfernten Susano, der Heimatstadt des Täters, hieß es, er sei gut in der Schule und im Sport gewesen.
Nach seiner Festnahme gab er als Motiv an, "lebensmüde" zu sein. "Ich bin nach Akihabara gekommen, um Menschen zu töten", sagte er der Polizei laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Jiji Press. "Es war völlig egal, wen ich erwischte."
Ein Regierungssprecher sagte, derzeit werde überprüft, ob die Gesetze zum Besitz von Stichwaffen verschärft werden könnten. Japan hält sich sonst viel auf seine öffentliche Sicherheit zugute. Ein ähnlich tötliches Verbrechen hatte sich zuletzt auf den Tag genau vor sieben Jahren ereignet. Damals erstach ein geistesgestörter Mann an einer Grundschule in Osaka acht Kinder.

















