In der Nacht seien mindestens 500 Rettungskräfte in den am schwersten betroffenen Ortschaften südlich von Reutlingen, Jungingen und Hechingen, im Einsatz gewesen, teilte das Landratsamt mit. Dort wurden den Angaben zufolge auch Notunterkünfte eingerichtet. Einen Überblick über den durch das Unwetter angerichteten Schaden werde es erst im Laufe des Tages geben.
Nach Angaben eines Polizeisprechers hatte sich ein Bach zwischen den Ortschaften Killer und Jungingen zu einem "reißenden Strom" entwickelt und das Auto der beiden Opfer "überspült". Im Zollernalbkreis setzte der starke Regen zahlreiche Keller und Gebäude unter Wasser. Viele Menschen hätten sich in die Obergeschosse ihrer Häuser retten müssen oder Zuflucht bei Verwandten und Freunden gesucht, sagte der Polizeisprecher weiter. Autos seien durch die Wucht der Regenmassen "regelrecht davongespült" worden. Viele Straßen waren nach Angaben des Landratsamtes zeitweise unbefahrbar. In Hechingen musste die Kläranlage komplett abgeschaltet werden, nachdem sie überschwemmt wurde, wie die Behörde mitteilte.
Die Pegel gingen inzwischen zurück. Dennoch waren einige Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, THW und DRK nach Angaben des Polizeisprechers weiter im Einsatz. Zudem sollten Experten die Stabilität von Brücken in dem Landkreis prüfen.