| USA finanzieren den Aufstand in Tibet, Dalai Lama will keine Absplittung von China |
| von Uwe Hartwig | |
| Samstag, 17. Mai 2008 | |
![]() Dalai Lama Geld des amerikanischen Staats fließt an jene tibetischen Gruppen, die die chinesische Regierung für aufrührerisch hält, heißt es in dem Bericht weiter. Das Verbindungsglied sei oft die Organisation NED. Allein im Jahr 2006 habe das Institut nach eigenen Angaben 293 000 Dollar an tibetische Gruppen gespendet, unter anderem an die Gu-Chum-Sum-Bewegung oder die Tibetan Women´s Association, denen Peking vorwirft, den Aufstand in Lhasa vor zwei Monaten mitgeplant zu haben. Politisch sei diese finanzielle Unterstützung pikant, weil NED sein Geld wiederum größtenteils vom US-Kongress zugesprochen bekommt. Die Vereinigten Staaten finanzierten damit Aktionen, die Peking als destabilisierend oder im Vorfeld der Olympischen Spiele mindestens als rufschädigend empfinde. Der Dalai Lama hat nochmal betont, dass die Unabhängigkeit Tibets nicht im Interesse seines Volkes liegt. Das Land könne gewinnen, mit China verbunden zu bleiben. Denn so könne Tibet vom wirtschaftlichen Aufschwung des Riesenreiches profitieren, sagte der Dalai Lama. Der Dalai Lama bekräftigte seine Forderung nach mehr Autonomie für Tibet. „Wir wollen unsere eigene Kultur, Umwelt und Sprache bewahren können“, sagte der Friedensnobelpreisträger in Bochum. Es gehe nicht an, dass inzwischen manche Tibeter die eigene Sprache nicht mehr beherrschten, weil die chinesischen Behörden ihnen keine Möglichkeit gäben, sie zu lernen. (ddp / AFP / hz) |
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