Letzter mutmaßlicher Poker-Räuber gefasst
Zwei Wochen nach dem spektakulären Raubüberfall auf ein Pokerturnier in Berlin sind alle vier Täter gefasst. Am Abend nahm die Polizei den letzten der vier mutmaßlichen Poker-Räuber fest. Der 19-Jährige sei gegen 19.00 Uhr auf dem Flughafen Tegel bei der Einreise nach Deutschland festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Er habe bereits vorher über seinen Anwalt mitgeteilt, dass er sich stellen wolle. Am Vormittag hatte sich bereits der dritte Tatverdächtige, Mustafa U., der Polizei gestellt.
Hirtenbrief geht nicht auf Fälle in Deutschland ein
Papst Benedikt XVI. hat der katholischen Kirche in Irland "schwere Fehler" beim Umgang mit dem Missbrauchsskandal vorgeworfen. In seinem Hirtenbrief forderte das Oberhaupt der katholischen Kirche die Schuldigen auf, sich für ihre Vergehen nicht nur "vor Gott", sondern auch vor ordentlichen Gerichten zu verantworten. Auf die Missbrauchsfälle in Deutschland ging der Papst in dem Brief nicht ein.
In dem Hirtenbrief, der sich an die Gläubigen in Irland richtet und dort am Sonntag in den Gottesdiensten verlesen werden sollte, zeigte sich der Papst "sehr beunruhigt" über den Skandal. Er teile "die Bestürzung und das Gefühl des Vertrauensbruchs" vieler Iren angesichts der "sündhaften und kriminellen Taten" und der "oftmals unangemessenen Reaktion" der Kirchenführung.
Israels Luftwaffe beschießt Gazastreifen
Die israelische Armee hat Luftangriffe auf einen stillgelegten Flughafen im Gazastreifen geflogen. Mindestens elf Menschen wurden verletzt, zwei von ihnen schwer, wie palästinensische Rettungskräfte mitteilten. Insgesamt seien vier Raketen auf dem Flughafengelände nahe der Stadt Rafah im Süden des Gazastreifens eingeschlagen. Die israelische Armee teilte mit, das Gelände sei ein Rückzugsort für Terroristen.
Bereits in der Nacht zum Freitag hatte die israelische Armee mehrere Ziele im Gazastreifen beschossen. Am Donnerstag war ein aus Thailand stammender Landarbeiter bei einem palästinensischen Raketenangriff auf Südisrael umgekommen.
Zweijähriger überlebt Sturz aus fünftem Stock
Ein zweijähriger Junge hat gestern Morgen in Herne den Sturz aus dem fünften Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses überlebt. Der Junge sei laut Angaben der Polizei unbemerkt auf einen Tisch in der elterlichen Küche geklettert und habe dann das Küchenfenster geöffnet. Daraufhin verlor der Zweijährige das Gleichgewicht und stürzte 15 Meter in die Tiefe.
Vertuschungs-Vorwürfe gegen Zollitsch im Missbrauchsskandal
Im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche sind Vorwürfe gegen den Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, laut geworden. Wie das SWR-Politmagazin "Report Mainz" vorab mitteilte, soll Zollitsch einen unter Missbrauchsverdacht stehenden Pfarrer Anfang der 90er Jahre nicht der Staatsanwaltschaft gemeldet haben. Das Freiburger Erzbistum wies den Vorwurf der Vertuschung als "unhaltbar" zurück.
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