Linke will Macht der Großkonzerne einschränken
Mit einem Bekenntnis zu radikalen Wirtschaftsreformen und zu mehr direkter Demokratie will die Linkspartei nach schwierigen Personaldebatten ihr politisches Profil schärfen. Die scheidenden Parteivorsitzenden Lothar Bisky und Oskar Lafontaine stellten in Berlin den Entwurf eines neuen Grundsatzprogramms vor, das unter anderem die Verstaatlichung von Großbanken vorsieht. SPD und CDU reagierten mit Kritik.
Lafontaine sagte nach einer Sitzung des Parteivorstands, angesichts der Tatsache, dass immer weniger Bürger zu Wahlen gingen, sei es wichtig, diese stärker am politischen Prozess zu beteiligen und den Einfluss von Interessenvertretern einzuschränken. Deshalb werde sich die Linke für mehr direkte Demokratie etwa in Form von Volksabstimmungen einsetzen.
Koalition und SPD einigen sich auf Reform der Jobcenter
Im Ringen um eine Reform der Jobcenter zeichnet sich eine endgültige Einigung ab. In einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe verständigten sich Union, FDP und SPD in im Grundsatz auf eine Reform, wie eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums sagte. Am Mittwoch soll das Ergebnis in einem Spitzengespräch besiegelt werden.
Mit der Einigung solle "die Vermittlung und Betreuung von Langzeitarbeitslosen aus einer Hand gewährleistet werden", sagte die Sprecherin des Arbeitsministeriums. An der Arbeitsgruppe waren neben dem Ministerium auch Vertreter der Länder sowie die Fraktionen von Union, FDP und SPD beteiligt. Das Ministerium soll den Angaben zufolge auf Grundlage der Verständigung nun konkrete Gesetzestexte erarbeiten. Voraussichtlich schon am Mittwoch solle dann eine politische Spitzengruppe dem Kompromiss endgültig zustimmen. An dem Spitzentreffen sollen unter anderem Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier teilnehmen.
Rüttgers und Merkel werben für 'Richtungswahl' in NRW
Sieben Wochen vor der Nordrhein-Westfalen-Wahl haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (beide CDU) für die Fortsetzung des schwarz-gelben Landesbündnisses mit einer starken Union plädiert. "Ich will die Koalition mit der FDP fortsetzen", sagte Rüttgers auf einem Parteitag der Landes-CDU in Münster. Der CDU-Landeschef fügte allerdings hinzu: "Ich stehe für eine andere Politik als die FDP."
Israel will keine weiteren Zugeständnisse an Palästinenser und US-Amerikaner machen
Die israelische Regierung wird keine weiteren Zugeständnisse an die Palästinenser machen. Entsprechenden Forderungen der USA erteilte Außenminister Avigdor Lieberman in einem "Spiegel"-Gespräch eine Absage. "Wir erwarten jetzt von den Amerikanern, Druck auf die Palästinenser auszuüben", sagte Lieberman. Weil der Westen ständig über die Siedlungen spreche, fühle sich Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in seiner Ablehnung direkter Verhandlungen bestärkt.
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Schäuble-Berater Fuest warnt vor vorgezogener Steuerreform
Der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats des Bundesfinanzministeriums, Clemens Fuest, warnt die Koalition vor einer vorgezogenen Steuerreform. Derzeit gebe es keinen Grund, an die sogenannte kalte Progression heranzugehen, sagte er in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". "Es hat in der Vergangenheit immer wieder Steuerreformen gegeben, die einen Ausgleich für die kalte Progression geschaffen haben.
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