Afghanistans Präsident Hamid Karsai hat die Nennung afghanischer Informanten im Zuge der Veröffentlichung tausender US-Geheimdokumente zum Afghanistan-Einsatz scharf kritisiert. "Das ist extrem verantwortungslos und schockierend", sagte Karsai vor Journalisten in Kabul. "Dabei geht es um Menschenleben und die sind gefährdet", fügte der Präsident hinzu. Er könne dies "nicht ignorieren". WikiLeaks-Grüner Julian Assange wies Kritik zurück, die Veröffentlichung gefährde afghanische Informanten.
Das auf Enthüllungsgeschichten spezialisierte Internetforum WikiLeaks hatte zehntausende geheime Unterlagen zum Afghanistan-Einsatz veröffentlicht, in denen offenbar auch dutzende Namen von Afghanen zu finden sind, die den USA und ihren Alliierten detaillierte Informationen lieferten.



Künftig können wieder viel mehr Berufstätige ihr Arbeitszimmer von der Steuer absetzen. Das heimische Büro dürfen wieder all jene geltend machen, die nur einen Teil der Arbeit zu Hause erledigen, entschied das Bundesverfassungsgericht. Damit kassierte Karlsruhe ein Gesetz aus dem Jahr 2007, das rund eine Million Deutsche um den Steuervorteil gebracht hatte.
Der wegen mutmaßlicher Vergewaltigung angeklagte TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann ist wieder frei. Wenige Stunden, nachdem das Oberlandesgericht Karlsruhe seine Entlassung aus der Untersuchungshaft angeordnet hatte, verließ der 52-jährige Schweizer das Gefängnis in Mannheim. Kachelmann, der von seinem Anwalt Reinhard Birkenstock begleitet wurde, gab keine Erklärung ab. Er wirkte entspannt und lächelte. Kachelmann stieg dann in das Auto seines Anwalts und fuhr mit unbekanntem Ziel davon.
Nach der Tragödie bei der Loveparade hat der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) eine Mitschuld von sich gewiesen. Er habe "keine einzige Genehmigung" für die Veranstaltung unterschrieben, sagte Sauerland der "Bild"-Zeitung. "Das ist gar nicht der Job des Oberbürgermeisters, Genehmigungen zu unterschreiben." Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) legte Sauerland den Rücktritt nahe.

